| Dr. Gerald
Fink Chorleiter Komponist Konzertorganist
Musikwissenschaftler
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Musikwissenschaftler ...Musik verstehen! Wissenschaftliche ArbeitenMit meiner Dissertation "Neue Funktionen für eine alte Bühnentradition - Richard Wagners Musik auf dem Theater" (beurteilt als opus valde laudabile) konnte ich an der Julian-Maximilians-Universität Würzburg den Doktorgrad mit der Beurteilung magna cum laude erlangen. Mein Doktorvater ist Prof. Dr. Eckhard Roch. Die Doktorarbeit kann hier heruntergeladen werden: Dissertation Knapp zusammengefasst hat die Schrift folgenden Inhalt: „Musik auf dem Theater“ bildet eine lange Tradition, die Schauspiel und Oper großteils gemeinsam haben. Die Bezeichnung „Inzidenzmusik“ verweist auf die enge Bindung an die Handlung, in die sie „einfällt“. Richard Wagner, der alle seine musikdramatischen Werke mit Bühnenmusik versieht, knüpft an diese Tradition an. Dabei können drei Traditionsstränge unterschieden werden: Die inzidierende Musik, die sich dadurch auszeichnet, dass sie nach der Konvention feststehender Instrumenten-Emblematik im gesprochenen wie im gesungenen Drama eingesetzt wird, findet bei Wagner regelmäßig Anwendung. Die banda sul palco, die dagegen als Opernspezifikum zu betrachten ist, setzt er nur in seinen ersten Opern ein. Relativ selten treten gemischte, meist nicht sichtbar hinter der Bühne positionierte Instrumentengruppen auf, die mit transzendierender Musik eine jenseitige Welt repräsentieren sollen. Wagner weist der Bühnenmusik, neben ihren konventionellen Funktionen, weitere, neue Aufgaben zu. Die Musik auf dem Theater, die oft eher im Zusammenhang aufführungsbedingter Praxis denn als Teil auktorialer Originalität gesehen wird, erhält dadurch einen entscheidenen Platz in der Gesamtkonzeption und kann nicht beliebig ausgetauscht oder weggelassen werden. Ihre substantielle Rolle zeigt sich bereits im Kompositionsprozeß: Die Skizzen zur Bühnenmusik entstehen sehr früh, häufig weisen sie sogar in die Zeit der ersten Inspiration. Ihr motivisches Material hat Einfluß auf die Anlage des Werkganzen, formuliert aber auch in Form höchstverdichteter musikalischer Chiffren die wesentliche Aussagen des Gesamtwerkes. Am „fertigen“ Musikdrama zeigt sich, dass sie häufig Einsatz an den dramaturgisch wichtigen Stellen der Aktanfänge und -zäsuren findet. Als eine „ursprüngliche Sprache“ repräsentiert sie außerdem (ästhetisch gesehen) eine Sphäre, die sich von der Musik aus dem Orchestergraben deutlich unterscheidet. Obwohl Wagner die Bühnenmusik in seinen theoretischen Schriften kaum thematisiert, vertraut er ihr in allen Phasen seines Schaffens wesentliche Aufgaben an. Die herausgehobene Stellung der Musik auf dem Theater stellt eine bedeutende Konstante im Werk Richard Wagners dar. Den Hauptteil meiner theoretischen Studien habe ich bereits vorher an dem inzwischen nach Würzburg verlagerten Institut für Musikwissenschaft der Uni Erlangen bei dem viel zu früh verstorbenenen Prof. Dr. Fritz Reckow absolviert. Ihm schulde ich den größten Teil meines musikwissenschaftlichen Verständnisses. Schwerpunktthemen waren u.a. einstimmige Musik des Mittelalters, frühe Mehrstimmigkeit, Musik und Sprache. Gastseminare bei Prof. Dr. Max Haas, Prof. Dr. Theo Hirsbrunner, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Sachs, weitere Veranstaltungen bei Prof. Dr. Andreas Haug. Hier eine Auswahl meiner Arbeiten aus der Magisterzeit:
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